Mai 2020

Besondere Umstände erfordern kreative Lösungen

Pyras-Heideck-Zell - Besondere Umstände erfordern kreative Lösungen. Dies gilt aktuell für viele Menschen, so auch für Menschen mit Hörbehinderung an ihrem Arbeitsplatz.


In den letzten Jahren haben ca. 25 Menschen mit Hörbehinderung und zusätzlichen Einschränkungen mit der Unterstützung der Fachkraft für Integration Sylvia Fiegl der Zeller Werkstätten von Regens Wagner Zell eine Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden. Schon zu normalen Zeiten stellt die Kommunikation zwischen den hörenden Kollegen und dem Menschen mit Hörbehinderung alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Zu Zeiten von „Corona" und der Mundschutzpflicht entstehen noch einmal zusätzliche Hindernisse bei der Verständigung.


 


Menschen mit einer Hörbehinderung sind neben der Gebärdensprache auf ein deutliches, gut sichtbares Mundbild und auf die Mimik angewiesen. Was ist aber, wenn beides hinter einem Mund-Nasen-Schutz verschwindet und nur die Augen zu sehen sind? Mit Verständnis, kreativen Lösungen und einer Portion
Humor lassen sich aber diese Nachteile überwinden. Christina Siegrist, die seit 3 Jahren in der Backstube der Bäckerei Schmidt in Heideck tätig ist, kennt ihre Kollegen und ihre täglichen Arbeitsabläufe, so dass ein Zeigen und Nicken häufig schon ausreichend ist. Für umfangreichere Erklärungen geht man einfach vor die Tür, wo bei ausreichend Abstand der Mundschutz abgenommen werden kann. Das Einhalten der Hygieneschutzmaßnahmen stellt für Siegrist sowieso kein Problem dar, gelten in der Lebensmittelproduktion schon immer entsprechenden strenge Auflagen Nach anfänglichen Sorgen zu Beginn der Krise, kehrt nun eine neue Form der Routine in den Arbeitsalltag der Backstube ein. Die Auflagen konnten dank der hilfreichen Unterstützung des Gesundheitsamtes Roth und der Empfehlungen der IHK, laut Michael Schmidt, zügig umgesetzt werden. Mit wieviel Freude die Mitarbeiter trotz aller Veränderungen noch immer in die Arbeit kommen, beeindruckt Schmidt.



Matthias Weidinger, der schon mehr als 7 Jahre bei der Pyraser Landbrauerei arbeitet, hat sich trotz der damit verbundenen Hindernisse schnell an die Mundschutzpflicht gewöhnt. Er ist aber froh, dass er diese auf seinem Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad oder bei genügend Abstand zu seinen Kollegen nicht tragen muss.
„Wenn man sich bewegt, bekommt man schon wenig Luft", so Weidinger. Auch Marlies Bernreuther lobt das verantwortungsvolle Verhalten und das Verständnis der Mitarbeiter für alle Regelungen und ist fasziniert von dem kollegialen Umgang miteinander. Sylvia Fiegl, Fachkraft für Integration der Zeller Werkstätten wurde angenehm davon überrascht, wie unkompliziert sich die Menschen mit Behinderungen den neuen Bedingungen angepasst haben und wieviel Unterstützung die Menschen mit Behinderung von den Kollegen und Vorgesetzten gerade jetzt erfahren dürfen. Sie hofft, dass auch nach der Corona-Krise sich Firmen finden, die sich offen zeigen für die Integration von Menschen mit Behinderung, denn dann könnten noch weitere Erfolgsgeschichten geschrieben werden.

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Kontakt

Pyraser Landbrauerei
GmbH & Co. KG
Pyras 26
91177 Thalmässing
Herr Alexander Schwab
Tel. 09174 / 47 47 - 24
a.schwab@pyraser.de
 

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