Juni 2016

Damit die Kinder wieder lachen ...

Damit die Kinder wieder lachen
10.000 Euro: Damit kann der Verein Herzpflaster e.V. ein ganzes Jahr lang jede
Woche zwei seiner Clowns in die Kinderklinik im Nürnberger Klinikum Süd schicken. Dr. Karl Bodenschatz, Chefarzt der Kinderchirurgie im Klinikum Süd, dankte deshalb Marlies Bernreuther (Pyraser Brauerei) von Herzen, die mit ihrer Spende die Fortsetzung des Clownsprojektes ermöglicht hat. Thorsten Prennig und Tanja Domider vom Verein Herzpflaster e.V. nahmen den Scheck entgegen und werden die Aktionen ehrenamtlich organisieren und begleiten.


Viele Geschichten laufen hier bei dieser Besprechung im Klinikum zusammen, wo sich Eltern, Kinder, Arzt, Vereinsmitglieder und die Brauereichefin schnell zum Gruppenfoto formieren. Mitten in der Kinderchirurgie, dort wo sich die breiten Wege kreuzen, steht ein schöner Nachbau von Noahs Arche aus hellem Holz. Ein Spielort, ein Treffpunkt und ein symbolischer Rettungsanker. Der kleine Finn ist nur eines unter den Kindern, der sich lachend hinzugesellt. Sein Gesicht verheilt schon, doch die Wunden sind nicht schön, die eine Explosion verursacht hat, an der er – völlig ohne eigene Schuld – viel zu nahe stand, als sie geschah. „Die Kinder sollen hier nur möglichst kurz verweilen – aber eben doch so lange, wie es nötig ist“, beschreibt Dr. Bodenschatz ein ärztliches Dilemma. Denn natürlich leiden die Jüngsten doppelt: Unter ihrer Krankheit oder Verletzung, unter der Entfernung vom Zuhause.


An dieser Stelle kommen nun Puchino (Markus Just) und Miya (Petra Javorsky) zum Zuge. Die beiden freischaffenden Künstler mit Clownsausbildung haben die Manege mit dem Krankenzimmer vertauscht. Ihre Späße schaffen es, die Kinder aus ihrer Erstarrung zu holen, den Kummer abfallen zu lassen. Das befreite Kinderlachen, das die Clowns herbeizaubern, ist mehr als nur ein Augenblicksgeschenk. „Man weiß aus der Psychotraumatologie wie erheblich die seelische Belastung nachwirkt“, führt Dr. Bodenschatz aus. Er erinnert an eine Studie der Universität Greifswald mit dem Arzt und Kabarettisten Eckart von Hirschhausen, die nachgewiesen hat, dass diese Clownsarbeit nicht nur Ängste vertreiben sondern auch Genesung beschleunigen 2 kann. Die Seelenarbeit kann den Prozess der Heilung erheblich unterstützen und Ängste dauerhaft vertreiben.


Thorsten Prennig aus Roth, der den Verein „Herzpflaster e.V.“ vor drei Jahren
gegründet hat, weiß nur allzu gut, wovon die Rede ist: Sein Sohn – er heißt ebenfalls Finn – kam mit einer seltenen Herzrhythmusstörung zur Welt, die langfristig und immer wieder stationär behandelt werden muss. „Seitdem wollen wir etwas tun, damit auch andere Kinder wieder lachen“, fasst er zusammen. Das kann der Kauf eines lustigen Kindergeschirrs auf Station sein oder eine Übernachtungsmöglichkeit für Eltern, die sich kein Hotel dauerhaft leisten können, wenn sie ihr chronisch krankes Kind besuchen.


Für Marlies Bernreuther ist die Spende die Brücke zu einem alten Berufswunsch:
„Wäre ich nicht Brauereichefin“, versichert sie glaubhaft, „ich wär so gern ein Clown und würde Lachen herstellen“. „Seit meiner Kindheit träume ich davon.“
Mehr Infos: www.herzpflaster-ev.de

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Kontakt

Pyraser Landbrauerei
GmbH & Co. KG
Pyras 26
91177 Thalmässing
Herr Alexander Schwab
Tel. 09174 / 47 47 - 24
a.schwab@pyraser.de
 

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